Erfolglos als Paar

Scheiter-Reihe Folge 3

In Ihrer Partnerschaft läuft es gerade gut und harmonisch. sie spüren die Zugewandtheit der anderen Person? Sie tauschen sich viel darüber aus, wie es Ihnen geht und welche Ängste, Sorgen oder Bedürfnisse Sie haben. Sie sind offen miteinander und suchen sich auch immer wieder genussvolle Momente zu zweit? Dem muss Abhilfe geschaffen werden. Sie wollen ja schließlich nicht nur beruflich erfolglos sein, sondern auch privat!

Kleine Anmerkung, ich benutze hier sowohl das maskuline als auch das feminine Generum. Wenn ich also Partnerin oder Partner schreibe, meine ich damit beide Geschlechter.

1. Sie haben recht

Und zwar immer. Was Ihnen bislang schon klar war, muss ja auch mal ausgesprochen äh -schrieben werden. Alle wissen es nur Ihr Partner noch nicht. Bringen Sie es ihm nun bei!

2. Vorwürfe statt Wünsche

Sie haben einen Wunsch an Ihre Partnerin und wissen nicht, wie Sie ihn ansprechen sollen? Zum Beispiel wünschen Sie sich mehr Ordnung, Pünktlichkeit oder mehr Zärtlichkeit? Fangen Sie ja nicht mit: „Ich würde mir wünschen, dass…“ an. Da merkt sie ja gar nicht, wie frustriert Sie bereits sind. Werfen Sie ihr vor, dass sie es nicht von selbst tut, schließlich kann man Ihnen alle Wünsche von den Augen ablesen. Also besser ist: „Nie machst du…“ oder „Immer kommst du…!“ Ja, das sitzt. Da können Sie sich schon auf die Reaktion Ihrer Partnerin freuen.

3. Alles gleich und gemeinsam machen

Erwarten Sie, dass Ihr Partner alles gleich und gemeinsam wollen. Bestellen Sie bei Ihrem nächsten Restaurantbesuch doch gleich das Essen, das Sie sich wünschen, zweimal, für sich und Ihren Partner. Wenn er Sie wirklich liebt, möchte er auch das gleiche Essen wie Sie. Das gleiche gilt für Unternehmungen. Seien Sie sich sicher, dass Ihr Partner die gleichen Dinge mag wie Sie. Zukünftig können Sie also gleich das Wochenende für Sie beide verplanen und müssen Ihn nicht mehr fragen. Das ist praktisch und spart Zeit.

4. Erlauben Sie sich Ihre Marotten

Sie dürfen ganz frei sein, so wie Sie sind. Ihre Partnerin hat Sie ja schließlich auch deshalb geheiratet. Wenn Sie schlecht drauf sind, dürfen Sie das gerne an ihr herauslassen. Sie muss es ja auch verstehen, wie es Ihnen geht. Wenn Sie Ihre Pantoffeln mitten Umweg liegen lassen wollen, dann bitte! Soll Ihre Partnerin diese doch wegräumen, wenn es sie stört. Sie hat ja auch ihre Marotten.

5. Schweigen statt streiten

Wenn Sie etwas ärgert, sprechen Sie es lieber nicht an. Höchstens als Vorwurf, aber besser schweigen Sie. Ihr Partner soll schon selbst herausfinden, was nicht stimmt. Sie wissen ja auch ganz genau, wenn Sie es ansprechen würden, kämen eh nur Ausreden getarnt als Gegenargumente. Er würde gar nichts verstehen. Mit Schweigen sind Sie definitiv viel effektiver. Das verunsichert ihn und wenn Sie Glück haben, macht er nicht nur das wieder gut, über was Sie sich geärgert haben, sondern noch viele andere Dinge. Sollte Ihr Partner Ihr Schweigen misinterpretieren oder gar nicht verstehen, dann setzen Sie eine Stufe drauf und ziehen sich ganz zurück, keinen Körperkontakt, wechseln Sie das Zimmer und schlafen Sie am besten in getrennten Schlafzimmern.

6.Verplanen Sie Ihre Zeit

Also nicht gemeinsam. Sie kennen sich ja schon eine Weile. Das muss reichen. Jeder weiß, was er am anderen hat. Seien Sie eigenständig, treffen sich mit Freunden, machen Sport, schauen Sie fern oder noch besser verkrümeln Sie sich vor den Computer. Irgendwann werden Sie bis in alle Ewigkeit nebeneinander auf dem Friedhof liegen. Da ist jetzt die Zeit, für sich was zu tun.

7. Entwickeln Sie sich

…und zwar gegenseitig. Sie kennen ja diese Eigenheiten Ihrer Partnerin. Früher fanden Sie es noch süß, aber so langsam nervt das ja. Leben heißt Entwicklung. Und genau damit sollte Ihre Partnerin jetzt langsam mal anfangen. Zeigen Sie ihr also klar auf, wo sie noch Potential hat und welche Charakterzüge nicht in Ordnung sind. Ihre Partnerin wird Ihnen dankbar sein. Nicht sofort, aber irgendwann, wenn sie begriffen hat, dass Sie Recht haben!

8. Bleiben Sie nachtragend

Nach einem Streit geht es nicht um Versöhnung. Sondern wer hält länger durch! Lassen Sie sich ja nicht auf ein klärendes Gespräch ein oder zeigen Verständnis für seine Sichtweise. Sie können gerne Tipp 5 nutzen, um Ihrem Partner zu zeigen, dass noch längst nicht alles in Ordnung ist. Sollte doch der Alltag wieder einkehren und die alten Wunden verwischen, nutzen Sie gerne den nächsten Streit, um die alten Themen wieder auf den Tisch zu bringen. Diese Taktik hilft auch wunderbar, um sich zu verteidigen. Wenn ein Vorwurf des Partners kommt, darf gerne eine Gegenvorwurf à la „Und du hast 2004 auch nicht…“ ausgepackt werden. Die Sprachlosigkeit Ihres Partners ist Ihnen damit so gut wie sicher.

9. Klammern Sie

Lassen Sie Ihrer Partnerin möglichst wenig Freiraum. Wer Freiraum möchte, will wohl keine Partnerschaft. Sie möchte mit Freundinnen weg? Packen Sie Ihre größten Kulleraugen aus. Zeigen Sie Ihre Eifersucht. Ja, Eifersucht ist eine Leidenschaft und Paarbeziehungen sollten doch leidenschaftlich sein. Wer weiß schon, ob Ihre Partnerin wiederkommt, wenn sie einmal weggeht. Da zählen auch nicht ihre Beteuerungen oder der Umstand, dass sie bisher immer wieder gekommen ist. Vertrauen mag ja gut sein, aber Kontrolle ist klar besser! Nur wenn Sie richtig klammern und Ihrer Partnerin möglichst keine Luft zum Atmen lassen, nur dann wissen Sie, dass sie immer bei Ihnen ist. Und hoffentlich bleibt das auch so. Also: niemals loslassen, nicht, dass sie noch abhaut!

10. Machen Sie alles mit sich selbst aus

Wenn Sie etwas stört, reden Sie nicht darüber. Wenn Sie etwas vorhaben, dann planen Sie in Ruhe für sich und legen Sie es Ihrem Partner erst vor, wenn er keine Chance mehr hat, es abzulehnen. Nach dem Motto: „Übrigens, ich gehe gleich mit Ella ins Kino. Karten sind schon gekauft und die Vorstellung ist ausgebucht. Bis später!“ Wenn er nicht vorher gemerkt hat, dass Sie sich mit eigenen Dingen beschäftigen, ist er schließlich selbst schuld!

Mit diesen Tipps sind Sie bestens gerüstet. Ihr Partner wird begeistert sein, dass Sie sich auch so sorgsam um das Scheiterjahr 2026 kümmern. Und Ihre Partnerin wird es Ihnen danken. Vielleicht haben Sie schon bald mehr Freiraum für sich!

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