Die Botschaft von Weihnachten

 

stern
Die Botschaft von Weihnachten: Es gibt keine größere Kraft als die Liebe. Sie überwindet den Hass. Wie das Licht die Finsternis. Martin Luther King

Es ist nicht so ganz einfach mit unseren Gefühlen. Sie sind ebenso kontrollierbar, wie sie unkontrollierbar sind. Wir können Gefühle verändern, wir können ihnen sozusagen eine andere Färbung geben. Das können wir erreichen, wenn wir unsere Haltung, unsere Erwartung oder unsere Einschätzung zu einem Sachverhalt, einer Person oder einem Gegenstand anpassen.

Hierzu ein einfaches Beispiel: Wenn ich einen Film schaue, passiert es mir schnell, dass ich mich in die Geschichte hineinziehen lasse. So vergieße ich auch die ein oder andere Träne an traurigen Stellen. Ich bekomme das Gefühl der Trauer, weil ich mich als Teil der Geschichte sehe. Gucke ich den Film aber, um mir die technischen Details, den Schnitt, die Kameraführung, die schauspielerischen Fähigkeiten oder die Ideen und Umsetzungen des Regisseurs zu betrachten, so empfinde ich ganz andere Emotionen, Überraschung zum Beispiel, Bewunderung oder Neugier. Aber es gibt natürlich viele Bereiche im Leben, da ist es gar nicht so einfach, seinen Blickwinkel, seine Haltung zu ändern.

Hass beispielsweise, entsteht aus Unsicherheit, vielleicht sogar aus Angst. Wie aber sollen wir diese Gefühle verändern? Liebe dagegen braucht viel. Sie braucht Sicherheit und Vertrauen. Sicherheit entsteht auch durch Vertrauen. Mindestens durch Selbstvertrauen, aber auch durch Vertrauen in die Welt. Aber nicht jedem ist dieses Vertrauen in die Wiege gelegt. Einige haben ihr Vertrauen in die Welt, das Urvertrauen, verloren, durch ein schlimmes Ereignis, einen Verlust oder eine Enttäuschung. Da entsteht schnell Angst und Unsicherheit.

Aber, und das ist für mich die zentrale Botschaft dieses Textes, wir können unser Vertrauen wieder gewinnen. Vielleicht auch nur ein Stück mehr Vertrauen, aber das ist möglich. Es kann sein, dass man dies nicht alleine schafft, die Hilfe einer anderen Person hierfür benötigt. Vielleicht sogar eine Therapie. Es kann ein ganz schwerer Weg werden, manchmal auch qualvoll. Aber es lohnt sich! Es lohnt sich allein dafür, (wieder) mehr Liebe und weniger Angst und Hass zu spüren.

Für den Moment kann es ein guter erster Schritt sein, sich zurückzulehnen und einmal darauf zu achten, was es eigentlich ist, was darüber entscheidet, ob ich nun gerade Angst, Freude, Neid, Liebe oder Hass empfinde. Wie bewerte ich die Situation oder das Verhalten eines anderen Menschen? Welche Motive lege ich diesem Verhalten zu Grunde. Und als wie bedeutsam empfinde ich dieses Ereignis für mich? Und gibt es jetzt – aus der Distanz – die Möglichkeit, die Situation oder das Verhalten anders zu bewerten? Könnten sogar friedfertige statt feindliche Motive dahinter stecken? Und wenn mich die Situation verunsichert, kann ich trotzdem auf mich oder zumindest auf andere Personen vertrauen, dass ich diese Situation überstehe?

Ich wünsche Ihnen Frohe Weihnachtsfeiertage mit vielen vertrauten Menschen und ein wundervolles Jahr 2017, indem das Vertrauen und die Zuversicht in sich, Ihre Mitmenschen und die Welt um Sie herum überwiegt!

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